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DTM-Reglement
Stand Mai 2008
Sportliches Reglement
WertungenDer Titel "DTM Champion" wird an den Fahrer vergeben, der nach dem letzten Wertungslauf der Saison die höchste Punktzahl erreicht hat. Es werden alle endgültigen Ergebnisse von Wertungsläufen des Jahres berücksichtig. Der Titel "DTM-Team-Meister" wird an das Team (Bewerber), dessen Fahrer nach dem letzten Wertungslauf des Jahres die höchste Punktzahl erreicht haben (Addition aller Fahrzeuge eines Herstellers). Für die Teamwertung werden Punkte der Fahrer (maximal zwei) eines Teams addiert.
Punktesystem
10-8-6-5-4-3-2-1 für die Plätze eins bis acht. Keine Streichresultate.
Motoren
Zwei Wochen vor Saisonbeginn werden drei Motoren für jeweils zwei eingeschriebene Teilnehmer verplombt, die während der gesamten Saison genutzt werden müssen.
Reifen
Jeder Fahrer hat am Rennwochenende zwölf Satz Trockenreifen Dunlop SP Sport Maxx zur Verfügung. Für das Qualifying und Rennen darf er jedoch maximal sechs neue Reifensätze nutzen. Die Anzahl der Regenreifen ist für das Qualifying und das Rennen auf drei Sätze limitiert. Für die Tests am Freitag gibt es keine Vorschrift, wie viel Regenreifen genutzt werden dürfen. Regenreifen dürfen jedoch nur verwendet werden, wenn die Rennleitung das Qualifying oder Rennen als "Wet Race" deklariert.
Kraftstoff
Einheitlich Aral ultimate (Lieferant: Aral).
Start
Stehend. Aufstellung in Reihen, die 1 x 1 versetzt sind und acht Meter Abstand haben.
Training
Kurzes Roll-out und zwei je 90-minütige Tests am Freitag, 60 Minuten Freies Training am Samstagvormittag, 20-minütiges Warm-up am Sonntagmittag.
Qualifying
Statt eines halbstündigen Zeittrainings und anschließender Super-Pole-Runde für die zehn Schnellsten gibt es ein sogenanntes "Shoot-Out". Zunächst sind dabei alle zwanzig Autos für 14 Minuten auf der Strecke. Die 14 Schnellsten qualifizieren sich für die nächste Runde, die sechs langsamsten kommen in den Parc Fermé und haben sich in der Reihenfolge der gefahrenen Zeiten für die Startplätze 15 bis 20 qualifiziert.
Nach einer siebenminütigen Pause gehen die 14 Schnellsten erneut auf die Strecke. Diesmal haben sie zehn Minuten Zeit, um unter die ersten Acht zu fahren. Die Fahrer, die nicht unter die besten Acht kommen, belegen die Plätze neun bis 13 in der Startaufstellung.
Nach wiederum sieben Minuten Pause fahren die schnellsten Acht um die Pole Position. Der Schnellste startet beim Rennen von Position eins, der Zweitschnellste von Position zwei usw.
In den Qualifyingabschnitten eins und zwei dürfen beliebig viele Runden gefahren werden. Im dritten Qualifikationsabschnitt darf jedes Fahrzeug maximal acht Runden fahren.
Rennformat
Ca. 160 Kilometer mit stehendem Start (14 Uhr) und zwei Pflichtboxenstopps (Tanken und Reifenwechsel). Mit der Saison 2008 wurde ein deutlicher definiertes Boxenstoppfenster eingeführt. Die einzelnen Läufe werden dazu in drei Renndrittel eingeteilt. Die beiden Pflichtboxenstopps mit Reifenwechsel und Möglichkeit zum Nachtanken müssen im mittleren Renndrittel absolviert werden.
In diesem Zusammenhang wurden auch die bis 2006 geltenden Bestimmungen zum Safetycar-Einsatz wieder eingeführt, damit die Pflichtboxenstopps auch während einer Safetycar-Phase durchgeführt werden können. So wird gewährleistet, dass auch ein Einsatz des Safetycars zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht alle Fahrzeuge die obligatorischen Boxenstopps durchgeführt haben, nicht zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führt.
Gewichtsanpassung
Die Mindestgewichte für die eingesetzten Fahrzeuge inklusive Fahrer wurden für 2008 wie folgt festgelegt:
-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2008: 1.050 kg
-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2007: 1.040 kg
-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2006: 1.030 kg
Anpassung Aerodynamik-Variante 2008:
Das Mindestgewicht wird jeweils für alle Fahrzeuge des Jahrgangs 2008 geändert, wenn ein Fahrzeug dieses Jahrgangs nach dem endgültigen Ergebnis des Wertungslaufs den achten Platz oder eine bessere Platzierung erreicht hat. Alle 2008er-Fahrzeuge des besser platzierten Herstellers müssen dann für die nächste Veranstaltung fünf Kilogramm zuladen, alle 2008er-Fahrzeuge des schlechter platzierten Herstellers dürfen für die nächste Veranstaltung fünf Kilogramm ausladen. Kommt kein 2008er-Fahrzeug in die Top 8, erhalten beide Hersteller eine Gewichtsreduzierung um fünf Kilogramm, aber nur, wenn aufgrund einer vorherigen Veranstaltung bereits eine Abweichung vom Mindestgewicht vorliegt.
Anpassung Aerodynamik-Varianten 2007 und 2006:
Die Fahrzeuge der Jahrgänge 2007 und 2006 wurden in einer Gruppe zusammengefasst. Der bestplatzierte ältere Herstellerjahrgang muss beim nächsten Rennen mit fünf Kilogramm mehr antreten. Der zweitplatzierte und damit mittlere der drei "Gebrauchtwagen"-Typen behält sein Gewicht. Der am schlechtesten Platzierte kann fünf Kilo aus seinem Auto herausnehmen. Belegt kein Fahrzeug der Jahrgänge 2007 oder 2006 einen Platz in den Top 8, erhalten alle eine Gewichtsreduzierung um fünf Kilogramm, aber nur, wenn aufgrund einer vorherigen Veranstaltung bereits eine Abweichung vom Mindestgewicht vorliegt.
Bei allen Jahrgängen ist eine Erhöhung des Gewichts in maximal drei Schritten vorgesehen (+15 Kilogramm Abweichung vom Mindestgewicht), eine Reduzierung gibt es maximal in zwei Schritten (-10 Kilogramm Abweichung vom Mindestgewicht).
Technisches Reglement
Philosophie
Die DTM will spektakulären, gleichzeitig aber kostenbewussten Tourenwagen-Sport bieten. Zahlreiche Bauteile wie Getriebe, Kardanwelle, Motorelektronik, Heckflügel und Kohlefaser-Bremsen sind für alle Hersteller einheitlich vorgeschrieben. Ein DTM-Motor muss eine ganze Rennsaison halten.
Fahrzeuge
Ein DTM-Fahrzeug ist ein kompromisslos für den Motorsport konzipierter Tourenwagen mit der Silhouette eines viertürigen Großserienfahrzeugs und wird auf einem Stahlrohrrahmen aufgebaut. Die Karosserie besteht aus Kunststoff, das Blechdach stammt aus der Serie. Heckantrieb ist vorgeschrieben, elektronische Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle sind verboten.
Motoren
In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Liter Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen. Das Ansaugsystem muss mit zwei Luftbegrenzern mit maximal je 28 mm Durchmesser ausgestattet sein.
Getriebe
In der DTM sind nur zwei verschiedene Getriebe-Differenzialeinheiten zugelassen, die von zwei Lieferanten (Hewland und X-trac) stammen.
Reifen
Werden exklusiv von Dunlop gestellt. Es gibt eine Slick- und eine Regenreifen-Variante.
Bremsen
Die Kohlefaser-Bremsen kommen ebenso wie Bremsklötze und Bremssättel für alle Teams von einem einheitlichen Hersteller.
Aerodynamik
Die Aerodynamik für alle Fahrzeuge einer Marke muss spätestens acht Tage vor dem ersten Rennen festgelegt werden und darf während der Saison nicht mehr verändert werden. Für jedes Fahrzeug darf pro Jahr jeweils nur eine Aerodynamik-Variante homologiert werden.
Gewicht
Für die aktuellen Autos des Baujahres 2006 hat die DTM-Kommission ein Mindestgewicht von 1070 Kilogramm beschlossen. Fahrzeuge nach dem Stand von 2005 müssen mindestens 1060 Kilogramm wiegen, während das Mindestgewicht für DTM-Autos der Generation 2004 auf 1020 Kilogramm festgelegt ist.
Elektronik
Alle Fahrzeuge arbeiten mit einem einheitlichen Steuergerät der Firma Bosch. Datenübertragung während der Fahrt ist verboten.
Sicherheit
Den Fahrer umgibt im Cockpit eine Sicherheitszelle aus Kohlefaser. Jedes Fahrzeug ist zudem mit Crashstrukturen im Bereich der Front- und Heckpartie ausgestattet.
